Zum Hauptinhalt springen

S. Maria dell’Ammiraglio oder La Martorana

Die Geschichte

Die Kirche S. Maria dell’Ammiraglio hat ihren Namen vom Admiral der Flotte Rogers II. von Hauteville, Georg von Antiochien. Der syrische Offizier byzantinischen Ritus ließ sie um die Mitte des 12. Jahrhunderts neben seinem Palast erbauen und widmete sie der Mutter Gottes, um ihr für den Schutz zu danken, den sie ihm in seinem langen Militärleben auf See gewährt hatte.

Die Kirche wurde auf einem Grundriss in Form eines eingeschriebenen Kreuzes erbaut, typisch für byzantinische Kirchen der Spätzeit, mit der Apsis nach Osten und der Fassade nach Westen ausgerichtet, da man immer nach Osten beten sollte. Sie umfasste auch einen Narthex, der damals mit einem offenen, von Säulen umgebenen Hof verbunden war, unter dem Schreiber und Notare ihre Tätigkeit für die byzantinische Gemeinschaft ausübten. Dieser Portikus wurde später mit dem Glockenturm verbunden.

Gleich nach dem Betreten des Eingangs vom Glockenturm öffnet sich das innere Atrium, das von Gewölben überspannt wird, die von den acht Säulen des alten Portikus getragen werden. Zwei kleine Säulen tragen arabische Inschriften aus dem Koran.

Das Gewölbe des Saals dieses Atriums wurde 1744 von Olivio Sozzi (Catania 1690 – Ispica 1765) mit Fresken zum Thema des Ruhms des Benediktinerordens ausgemalt. Es sind zehn Szenen, unterteilt in zwei Teile zu je fünf, in gerundeten Ovalen, deren Rahmen in trompe l’oeil gehalten sind, um Raum und Tiefe zu erhöhen. Ein schöner Farbeffekt ist der Hintergrund des blauen Himmels im Kontrast zum dunkelgrau der Mönchskutten.

Der Reisende und Händler Ibn Jubair, 1185 in Palermo, sagte, die „Kirche des Admirals sei eines der erstaunlichsten Monumente der Christen … dass die Worte fehlen, sie zu beschreiben, und es notwendig ist, darüber zu schweigen, weil sie das schönste Monument der Welt ist“. Er war sehr beeindruckt von den Gold- und Farbtönen der Mosaiken. Der Mosaikschmuck, der die Gewölbe und Bögen des griechischen Kreuzes der ursprünglichen byzantinischen Kirche vollständig bedeckt, ist einer der bedeutendsten der Welt.

Der Höhepunkt ist natürlich die Kuppel, die in ihrer Mitte den Pantokrator in voller Figur, auf dem Thron sitzend, hat, der mit der Rechten segnet/verkündet, während er mit der Linken das Evangelium hält und seine Füße auf der Erde in Form eines Schemels abstellt. In der griechischen Umrandung der Evangelientext, der mit „Ich bin das Licht der Welt…“ beginnt. Um Christus herum fliegen die vier Erzengel. Im Tambour befinden sich die acht Propheten, die Schriftrollen mit den Prophezeiungen in den Händen halten, und in den Nischen sind die vier Evangelisten.

Wo ist S. Maria dell’Ammiraglio oder La Martorana

Öffnungszeit


Fotogalerie